Private Show?!

3. Februar 2009

Die Verzweiflung mancher Leute scheint kein Ende zu kennen.

Tatort: www.cam4.com

Neben einer ganzen Reihe an durchschnittlichen und unterdurchschnittlichen Zurschauhsteller gibt es auch immer die richtig geilen Typen. Jung, Schlank, Süß und scheinbar immer rattenscharf – also Beuteschema Nummer eins.

Und genau hier scheint der clevere Geschäftsmann in manch einem plötzlich hervorzutreten – wieso nicht also für “Ausziehen plus Zusatzprogramm” vor der Webcam noch ein paar Euro oder Dollar abkassieren? PayPal sei dank geht das weltweit schnell, einfach und mehr oder weniger anonym.

Jeder normale Zuschauer würde hier eigentlich denken “Ich bin doch nicht blöd”, mit einem Grinsen die Zahlung verweigern und – sofern es gerade spitz ist und nackte Haut sehen möchte – einfach die Seite des nächsten Typen auswählen – denn Auswahl gibt es nur wahrlich genug.

Doch aller Vernunft zum Trotz scheint es immer wieder Menschen zu geben, die sich doch dazu verleiten lassen und für eine “private Show” Geld ausgeben.

Doch warum?

Wirklich so viel geiler kann der Typ vor der Webcam nun wirklich nicht sein, als dass ich Geld dafür ausgeben möchte. Ist es das Wissen darüber den Gegenüber auf diese Art und Weise kontrollieren zu können? Ist das Gefühl durch die Macht des Geldes am längeren Hebel zu sitzen?

Wer seinen Körper auf diese Art und Weise verkaufen möchte – bitteschön. Prostitution hat es immer schon gegeben und wird es wohl auch immer geben. Wenigstens ist diese Art von Sex absolut safe und für beide Seiten ohne potentiell gefährliche Nachwirkungen zu haben.

Wer aber in einer Zeit von massenhaft pornografischem Material im Internet noch meint sein Bedürfnis nur durch die zusätzliche Ausgabe von Geld befriedigen zu können, der sei davor gewarnt, dass irgendwann auch das wohl nicht mehr ausreichen wird.

Was ist dann die nächste Stufe?

Oder ist das ganze doch nur die ideale Marktwirtschaft in Krisenzeiten? Das punktgenaue Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage?

Bitte machen Sie Ihre Einsätze – nichts geht mehr!